Das Buch zeigt am Anfang deutliche Längen. Durch eine ziemlich lange Vorgeschichte muss man sich regelrecht durchkämpfen. Dies wäre als Hinführung auf die Ereignisse 25 Jahre danach nicht nörig gewesen.Dass der ermittelnde Polizist der Täter war, kann man ja stehen lassen, obwohl schon Agatha Christie sagte, dass dies nicht unbedingt zu einem guten Krimi passt. Erst auf den letzten Seiten, wird einem klar, welche Motive Lawson hatte(dass er überhaupt weclhe hatte). Bei einem wirklich brillianten Roman ist das Motiv von Anfang an da, es ist gut versteckt, aber vorhanden. Hier habe ich das nicht entdeckt. Was ein wenig auf die Nerven geht, ist das dauernde Rache-Gerede des Sohnes der Toten. Trotzdem ist es im zweiten Teil recht flüssig geschrieben und erhält durch die Handlung der beiden Freunde die noch übrig geblieben sind ein spannendes Finale. Das macht den Roman dann doch noch zu einem guten Buch.
(Ulrike Adlhoch - Aiterhofen, 09/2004)
Val McDermid schreibt im Nachwort sinngemäß, dass es für sie ganz entspannend war, ein Buch zu schreiben, für das sie kaum recherchieren musste. Von der Recherche bekommt der Leser in der Regel nichts mit, nur das Endprodukt zeigt, wie überzeugend der Autor die Szenerie dargestellt hat. Im vorliegenden Buch „Echo einer Winternacht“ ist die Szenerie sehr stimmig. Als ich den Klappentext las, war ich sehr gespannt, denn ich ordnete die Handlung in eine ähnliche Kategorie ein wie bei „Ein Ort für die Ewigkeit“, für meinen Geschmack das beste Buch von Val McDermid. Weg von den Serienkillern, den Profilern und der Privatdetektivin als Protagonisten, zurück in die Vergangenheit. Vier Freunde finden in einer Winternacht auf dem Nachhauseweg die Leiche eines Mädchens, Rosemary Duff. Einer von ihnen, Ziggy, ein Medizinstudent, versucht noch vergeblich, sie am Leben zu halten. Mord kommt in der kleinen Studentenstadt St. Andrews nur selten vor und so handelt die Polizei getreu dem Motto: Der Zeuge ist immer der Mörder. Man kann den vieren nichts nachweisen, aber dennoch sind sie gebrandmarkt, und das für ihr ganzes Leben. Auch ihre Freundschaft wird durch die Anschuldigungen in Mitleidenschaft gezogen. Der Mörder wird nie gefunden. Am fünfundzwanzigjährigen Todestag von Rosemary, kurz nachdem die Ermittlungen zu alten ungelösten Fällen, darunter auch dieser Mord, wieder aufgenommen wurden, geschieht jedoch etwas, was keiner vorhergesehen hat... Man kommt den vier jungen Männern richtig nah, insbesondere Alex, um den es hauptsächlich geht, und Ziggy. Die beiden hatten von Anfang an auch die beste Verbindung zueinander. Die Charaktere sind überzeugend gezeichnet und man kann mit ihnen leiden. Obwohl man sich anfangs ziemlich sicher ist, dass die Freunde unschuldig sind, schürt Val McDermid immer mal wieder den Verdacht, einer von den vieren könnte doch der Mörder von Rosemary sein. Und wenngleich sich die Handlung über eine recht lange Zeit erstreckt, allerdings mit einer Lücke von vielen Jahren dazwischen, schafft es die Autorin, die Spannung auf einem recht hohen Level zu halten. Vielleicht wäre dennoch hie und da eine Straffung des Erzähltempos angebracht gewesen. Auch wenn man nach gut zwei Dritteln der Lektüre die Lösung erraten kann, schleicht sich keine Langeweile ein. Die Atmosphäre ist, wie bereits erwähnt, ebenfalls sehr packend und stimmig beschrieben. Man kann nur den Hut ziehen vor der Fähigkeit der Autorin, den Handlungsfaden so zu spinnen, dass am Ende alles zusammenpasst. „Echo einer Winternacht“ ist ein Buch, dass man nicht so schnell vergessen wird. Eine Geschichte über tiefe Freundschaft und wie Verdächtigungen unser Leben beinträchtigen können.
(Sabine Reiss - Frankfurt, 09/2004)
Dies ist meine erste Rezension und ich hatte bisher von Val McDermid noch nichts gelesen. Doch dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt, nach den ersten Seiten wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl der Anfang der Geschichte sich etwas in die Länge zieht, versteht Val McDermid ihre Leser zu faszinieren und neugierig zu machen. Am Ende des ersten Teiles war ich doch einwenig überrascht, da er mit dem Satz beschließt: "Rosie Duffs Mörder hatte sich sein zweites Opfer geholt." Jetzt sollte die Spannung eigentlich weg sein, aber McDermid lotst die Leser damit nur auf eine falsche Fährte. Das Buch zeichnet sich durch überraschende Wendungen und einen bis zum Schluss nicht eindeutig zu identifizierenden Täter aus. McDermid beschreibt jede ihrer Charaktere detailgenau und überlässt es ansonsten dem Leser sich auf manche Geschehnisse in dem Buch einen Reim zu machen. Ich hatte selbst mindestens 3 verschiedene Tatverdächtige während ich das Buch las, allerdings hätte ich mit diesem Ende und mit diesem Täter auf keinen Fall gerechnet. "Echo einer Winternacht" ist ein herausragendes Buch, bei dem man mit den einzelnen Charakteren leidet, lacht und weint zugleich. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der auf anspruchsvolle Krimis und Spannung bis zur letzten Seite steht. Sie werden nicht enttäuscht sein.
(Steffi Salem - Heilsbronn, 09/2004)
Ein ganz hervorragend aufgebauter Thriller, bei dem bis zur überraschenden Auflösung alles möglich bleibt. Besonders gut gefallen hat mir, daß nicht irgendwelche Zufälle und "glücklichen" Umstände konstruiert wurden, sondern alles durchaus plausibel und nachvollziehbar ist. Die Herausarbeitung der Charaktere finde ich äußerst gelungen, ebenso wie die Beschreibung der Gefühle der einzelnen Personen. Alles in allem würde ich soweit gehen, von Val McDermids Meisterwerk zu sprechen.
(Bernd Gomeringer - Rottenburg, 09/2004)
"Echo einer Winternacht" ist ein spannend geschriebener Roman, der über das Genre Kriminalroman herausgeht. Er beschreibt nicht die Tat, wohl aber deren Folgen, nicht wirklich wichtig ist die Geschichte des Mörders, wohl aber die Geschichte der zu Unrecht Verdächtigen. Spannend bis zum Schluß, obwohl mir irgendwann klar wurde, wer der Mörder von Rosemary Duff war. Bzw. hatte ich eine sehr starke Vermutung, ... Gerade die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart macht das Buch sehr stark und auch die vielen Ansätze, über den Tellerrand zu blicken und seine eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Die Figuren sind sehr stark gezeichnet und werden beim Lesen lebendig, genau so, wie es eine sehr gute Geschichte auszeichnet. Die Entwicklung der Figuren erscheint real, authentisch. Ein rundum tolles Buch. Val McDermid hat wie alle große Autoren eine Entwicklung nach vorne gemacht, es macht Spaß, ihr Buch zu lesen, und ich muss zugeben, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Nur eine Sache wurde wohl übersehen, beim Fahnenlesen - auf Seite 511 ist in der Zeile 16 ein Satzfehler. Entweder ist da ein Wort zuwenig oder es steht das falsche Wort da. Ansonsten kein einziger Fehler, was bei einem solch langen Buch seltenst vorkommt in einer Zeit, in der die Verlage leider oft zu wenig Geld haben, um richtig Korrektur lesen zu lassen. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon auf das nächste Buch von Val McDermid und auf ihre Lesereise hier, die Karten haben wir schon besorgt! :-)
(Christel Weiher - Hannover, 09/2004)
Der Krimi Echo einer Winternacht ist super spannend und der Grund warum meine Familie heute kein vernünftiges Mittagessen bekommt. Auf den letzten 80 Seiten hatten ich eine Vermutung wer der Mörder war und nun wollte ich es auch wissen ob ich Recht habe. Also ein sehr spannendes Lesevergnügen und nun bin ich fast traurig das der Roman durch ist. Also ein wirklich empfehlenswerter toller Krimi!
(Ingrid Siebold - El Paso / Spanien, 09/2004)
Vorab – ich liebe englische Krimis und Val McDermid gehört zu der Kategorie von Krimischriftstellern, wo ich spannende Krimikost erwarte – und ich wurde bisher nie von ihr enttäuscht! Universitätsstadt St. Andrews in Schottland: Im Winter 1978 stoßen vier Studenten nach einer durchzechten Nacht auf die sterblichen Überreste einer jungen Frau und nichts ist mehr wie es war. Val McDermid gelingt es spannend und eindringlich zu beschreiben wie die Hatz nach Verdächtigen beginnt, wie Misstrauen und Angst sich in den Leben der 4 Studenten breit macht…. Val McDermid hat wieder einen klasse Krimi „hingelegt“, der den Leser in seinen Bann zieht und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt, da die Lösung ziemlich überraschend ist! Ich brauchte gerade mal 1,5 Tage um das Buch auszulesen!
(Alexandra Müller-Eheim - Bad Münstereifel, 09/2004)
Mein erster Roman von McDermid. Klug aufgebaut, spannend bis zu letzt. Ich bin begeistert.
(Stefan Diefenbach - Nierstein, 10/2004)
Ein spannendes Buch mit einem überraschenden, aber durchaus logisch nachvollziehbarem Ende. Von der Qualität und Spannung gleichwertig mit "Ein Ort für die Ewigkeit". Die spannende Frage, ob doch einer der vier Freunde der Täter war, hat bis zu Lösung des Falles im Raum gestanden.
(Stefanie Wittenborn - Bielefeld, 09/2004)
Ich habe bisher alle Bücher von Val McDermid gelesen. Auch dieses Buch hat mich wieder von Anfang an in den Bann gezogen. Wie gewohnt gelingt es Val McDermid mit der oft aufwühlenden und erschütternden Schilderung der einzelnen Charaktere der vier Studenten und ihres Umfeldes in beiden Zeitebenen den Leser durchgängig zu faszinieren und neugierig auf den Schluß zu machen. Langeweile kam bei mir nie auf. Ich hatte selbst einen bestimmten Tatverdächtigen, während ich das Buch las, allerdings , Val McDermid wäre nicht Val McDermid, wäre der Schluß nicht nur für mich eine gro?e Überraschung. Fazit: Spannender und sehr empfehlenswerter Krimi! Allerdings etwas anders als die anderen. Auf jeden Fall aber wieder ein absolutes Muß für jeden Val McDermid-Fan!
(Wolfgang Kalupke - Erftstadt-Friesheim, 09/2004)
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