Der 2. Teil entschädigt für den langatmigen Teil 1.: Die die Tat-aufklärenden Ereignisse und Nachforschungen des Jahres 2003 und 2004 sind so interessant verzwickt und neugierig-machend, dass das "Echo einer Winternacht" lesend mir eine lange Sommernacht bereitete. Und mit dem Täter habe ich nicht gerechnet.
(Ludger Uhle - Westerkappeln, 09/2004)
Gleich mal als Erstes, Val Mcdermid gelingt es mit diesem Buch wirklich den Leser bis zur letzten Seite zu fesseln. Interessant fand ich v.a., daß das Buch in zwei Teile aufgeteilt ist, wir also die Hauptpersonen in Ihrer Jugendzeit und 30 Jahre später erleben. Außerdem war interessant ausgearbeitet, wie scnell man vom Zeugen zum Verdächtigen werden kann und die Umwelt darauf reagiert. Die Geschichte wies keine Längen auf, war durchgehend spannend und der Schluß bzw. der Täter absolut unerwartet- und das macht meiner Meinung einen guten Krimi aus. Ich habe jetzt noch zwei kleine Anmerkung, die nichts mit meiner eigntlichen Rezension zu tun haben: Mir ist aufgefallen, daß statt dem Wort Blinker (wie in : Sie setzte den Blinker und bog nach links ab) zweimal das Wort Winker (von dem ich bisher noch nicht gehört habe) verwendet wurde. Klingt irgendwie seltsam, aber Sie dürfen mich da auch gerne eines Besseren belehren, wenn es dieses wort geben sollte. Zweitens kam mir eine Übersetzung aus dem Englischen etwas komisch vor. Eine der Hauptpersonen wird in Ihrem Haus von einem Unbekannten überfallen. Was er zuerst für Schläge hält, erkennt er später als Einstiche durch ein Messer und wendet sich dann mit folgenden Worten an den Täter: "Sie haben mich erstochen". Komisch, daß er dann noch sprechen kann. Ich nehme mal an, im engl. Original heißt es: You stabbed me, was zweideutig ist."to stab" kann einerseits erstechen, aber auch zustechen heißen. Vielleicht wäre "Sie haben zugestochen" eine gelungenere Übersetzung? Diese zwei Dinge sind mir nur am Rand aufgefallen und ich will keineswegs rechthaberisch rüberkommen, oder die Arbeit der Übersetzerin in Frage stellen. Ansonsten war das Buch ein Genuß und ich hatte es innnerhalb eines Tages gelesen. (wie gut, daß Semesterferien sind) Vielen herzlichen Dank für diese tolle Aktion, ich stehe jederzeit wieder gerne als Testleserin zur Verfügung.
(Marion Peiker - Stuttgart, 09/2004)
"Echo einer Winternacht" war für mich - zumindest was den ersten Teil betrifft - zunächst kein allzu typischer Krimi. Vier Freunde finden die sterbende Rosie Duff und werden daraufhin verdächtigt, sie ermordet zu haben. Sehr eindringlich stellt Val McDermid dar, wie diese Verdächtigungen die Freundschaft der vier Studenten auf eine harte Probe stellen. Fünfundzwanzig Jahre vergehen und der Mörder Rosie Duffs ist noch immer nicht gefunden. Hier im zweiten Teil des Romans beginnt eigentlich erst die richtige Mördersuche. Dieser Krimi ist nicht gerade ein reißerischer Thriller mit einem Höhepunkt nach dem anderen, sondern es herrscht vielmehr eine subtile Spannung. Obwohl es gegen Ende einige Hinweise auf den Mörder gibt, war die Auflösung für mich überraschend. "Echo einer Winternacht" ist spannend, eingängig und zeigt eindringlich, wie die Protagonisten mit den Verdächtigungen von damals zurecht kommen.
(Melanie Preuss - Schramberg, 10/2004)
Das "Echo einer Winternacht" (nicht mein erstes Buch dieser Autorin) hat mir sehr gut gefallen, wenngleich ich eine andere Art Buch erwartet hätte. Das Buch hat nur bedingt Elemente eines Psychothrilers, der mir nach Lesen des Klappentextes vorschwebte. Vielmehr ist es aufgebaut wie ein klasischer englischer Krimi, in dem man als Leser miträtselt,verdächtigt und wieder verwirft. Als solcher war das Buch in meinen Augen spannend aufbereitet, auch der Mörder wird nicht zu früh verraten. Die Geschichte rund um das Baby allerdings fand ich zu klischeehaft, die Rolle, die es spielen wird, war von Beginn an vorhersehbar, ebenso der Ausgang. Die Aufklärung der Morde hingegen hat mir sehr gefallen, sie war in sich stimmig und interessant. Val McDermids Sprache schafft es schnell, den Leser in den Bann zu ziehen, wodurch sich das Buch flüssig lesen läßt.
(Michael Freistetter - Wien, 10/2004)
Das Buch war für mich ein zwiespältiges Lesevergnügen. Der erste Teil des Buches war sehr lesenswert, hier werden einerseits die Stimmungen der vier Studenten äusserst detailliert wiedergegeben. Anderseits bekommt der Leser einen guten Eindruck wie man sich als Hauptverdächtiger fühlen könnte. Der zweite Teil wirkte wesentlich Konstruierter und auch zu langatmig. In einigen Handlungsabschnitten überhäufen sich die Ereignisse und die Geschichte wirkt so unglaubwürdig. Ein solches Beispiel ist der Tod von Mondo. Es ist für mich ein durchschnittlicher Krimi, welcher einige Interessante Aspekte in sich hat, aber für einen Top – Krimi fehlt hier das gewisse etwas. Abschliessend möchte ich festhalten, das die Autorin lieber 100 bis 150 Seiten weniger geschrieben hätte und sich auf den Haupt Handlungsstrang konzentriert hätte. Dann wäre durchaus von der Idee ein spannender und packender Krimi entstanden.
(Michael Allemann - Schwarzenburg, 10/2004)
Die Charaktere sind sehr gut und bildlich beschrieben. Die Geschichte ist nicht sonderlich spannend erzählt, zum Teil sehr langatmig. Auch das Ende war für mich nicht überraschend, da mein Verdacht bereits nach der Beerdigung auf den Mörder gefallen ist. Schade, das Buch hätte einiges spannender verwirklicht werden können.
(Monica Schulthess - Aarau, Schweiz, 09/2004)
Das Buch fand ich wirklich eines der besten von Val McDermid. Die ganze Zeit war es schon ziemlich gut - und zum Ende wurde es noch einmal richtig spannend. Val McDermid schreibt das Buch sehr gut, auch die nicht spannenden Kapitel sind keinesfalls langweilig. Die Personen sind gut ausgearbeitet, man kann mit ihnen mitfühlen. Die Geschichte an sich finde ich auch sehr gut, mehr hätte man aus ihr nicht machen können. Von dem sensationell spannenden Ende ganz zu schweigen... Fazit: Einfach super. Wer eine gute Geschichte lesen will, ist mit "Echo einer Winternacht" bestens bedient.
(Monty Fabri - Verl, 10/2004)
Das Buch ist spannend und hat gute Charaktere; der Plot ist ausreichend intelligent und die Auflösung ist auch für routiniertere Krimileser nicht absehbar. Anfänglich war es etwas schwierig, die vier Zeugen zu identifizieren und ihnen ein Gesicht bzw. einen Charakter zuzuordnen (oberflächliche Einführung auf einer Seite; doppelte Namensgebung wegen Spitznamen). McDermid schreibt in einer einfachen, klaren Sprache, die allerdings nie Gefahr läuft, ins Primitive abzugleiten. Allerdings ist es stets problematisch, wenn Autoren die Ereignisse aus der Perspektive einer bestimmten Person schildern und die Leser dabei an deren Gedankengängen und Emotionen teilnehmen lassen, dabei jedoch Wichtiges verschweigen – dieses selektive "Informationspolitik" stellt doch einen etwas billiger Trick dar, durch den ein schales Gefühl zurückbleibt. Dennoch alles in allem ein empfehlenswertes, fesselndes Werk. Ein Kompliment geht auch an den Lektor und den Dreomer-Verlag, da das Buch ordentlich verarbeitet ist und der Text sogut wie keine Fehler enthält, was mittlerweile selbst bei großen Verlagshäusern keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
(Martin Weber - Wien - Österreich, 09/2004)
Die Verfasserin Val McDermid geht in diesem Buch der klassischen Krimifrage „Who’s done it?“ nach. Ein Frau wird vergewaltigt und niedergestochen und da der Fall nicht aufgeklärt wird, müssen die vier befreundeten Studenten, die die Sterbende finden, fortan mit dem Verdacht leben, vielleicht doch eher Täter als nur Zeugen gewesen zu sein. Dabei entwickelt der Roman zunächst nur mäßige Spannung, gewinnt aber im zweiten Teil an Dramatik, als ein Unbekannter fünfundzwanzig Jahre nach dem Mord einen Rachefeldzug beginnt und zwei der vier Freunde ermordet. Die beiden überlebenden Freunde fühlen sich zunehmend bedroht und zu der Frage „Who’s done it?“ kommt die Frage „Who is it?“. Geschickt führt Val McDermid eine ganze Reihe Verdächtiger in die Handlung ein, von denen man als erfahrener Krimileser natürlich ahnt, dass sie es nicht sind (oder sind sie es doch?) und so bleibt die Spannung bis zur Auflösung, die alle Fragen beantwortet, erhalten. All dies liest sich recht unterhaltsam. Dass sich dennoch keine restlose Begeisterung einstellt, liegt möglicherweise daran, dass man über keine der handelnden Personen genug erfährt, um als Leser tatsächlich eine Beziehung zu ihnen zu entwickeln. Auch wirkt die Fülle der angerissenen Aspekte (zusätzlich zu den kriminalistischen auch psychologische, gesellschaftliche und technische), gelegentlich etwas beliebig. Die interessant konstruierte Story macht das Buch für Freunde gepflegter Krimiunterhaltung nichts destoweniger lesenswert.
(Henning Sandte - Burgdorf, 09/2004)
Dies war das erstes Buch, welches ich von Val McDermid gelesen habe. Und es wird bestimmt nicht mein Letztes gewesen sein. Das Buch macht ohne Gnade süchtig, weil man bis zum Schluss noch an den bisherigen Verdächtigen und deren Aussagen zweifelt. Spannend von Anfang bis zum bitteren Ende. Sehr empfehlenswert!
(Doris Bungart - Alfter, 09/2004)
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