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Testleserstimmen "Echo einer Winternacht" Seite 3

Testleserstimmen "Echo einer Winternacht"

Von McDermid habe ich eine ganze Anzahl Romane gelesen und kenne ihre Protagonisten. Sie schreibt von sehr spannend ("Das Lied der Sirenen") über hausbacken-traditionell (die Lindsey-Gordon-Romane) bis tödlich langweilig (Kate Brannigan-Reihe). Das vorliegende Buch erinnert mich ganz stark an "Ein Ort für die Ewigkeit". Hier wie dort kam es vor 25 Jahren zu einem Verbrechen, das nicht richtig, bzw. gar nicht aufgeklärt wurde, und in beiden Büchern werden die alten Geschehnisse neu aufgerollt und endgültig offen gelegt. Ich persönlich mag diese Art des Romanaufbaus sehr gerne. Gefallen haben mir die lebensechten Charakterisierungen der vier Jugendlichen. Problematisch erscheint mir lediglich Toms Wandlung; von einem solchen Jesus-Blitz hört man normalerweise nur in amerikanischen Sekten-Predigten. Um hier wirksam zu sein, fehlen die Anbindungen an Toms Wesen und Vergangenheit. Was schon im ersten Teil auffällt und sich später steigert, ist McDermids Redseligkeit. Szenen werden breit ausgewalzt und in die Länge gezogen, die Gedanken einzelner Personen nehmen ganze Passagen in Anspruch, in denen sie sich ständig wiederholen, und seitenweise werden Vorkommnisse beschrieben, die, wie man später feststellt, mit der Geschichte nichts zu tun haben. Man verpasst nichts, wenn man zwischendurch mal einige Seiten nur überfliegt. Die Dialoge zwischen Alex und Lynn erscheinen mitunter hölzern und steif, stereotyp einem Heile-Familienbild angepasst. Leider habe ich den Täter relativ früh erraten; die Auswahl an "geeigneten Personen" ist ziemlich gering, und nur eine von diesen passt zu allen offenen Fragen. Sehr gut dargestellt, wie alle Personen quasi auf dem Höhepunkt des Buches auf die endgültige Aufklärung zustreben. Ob allerdings die "amerikanische Schluss-Variante" mit Schießerei und einem Toten notwendig ist, sei dahingestellt. Besonders ansprechend ist der Schutzumschlag gestaltet, der an und für sich mehr düstere Atmosphäre verspricht als das Buch halten kann.
(Mariele Langenfeld - Badem, 09/2004)

Vier Studenten finden in der Winternacht 1978 in der schottischen Universitätsstadt St. Andrews eine vergewaltigte, sterbende Frau, die sie nicht retten können. Was als klassischer Kriminalroman anfängt, entwickelt sich dennoch anders als gewohnt. Realistisch beschreibt McDermid wie sich daraufhin das Leben der vier Jugendfreunde dramatisch verändert. Für ihre Umgebung, wie die Brüder der Toten oder Studienkollegen, sind sie nicht nur die vier Zeugen, sondern vor allem die Hauptverdächtige in einem Kriminalfall, bei dem die Polizei in ihren Ermittlungen schließlich stecken bleibt. Die Charaktere - insbesondere von Alex und Ziggy - werden anfangs mit Einfühlungsvermögen überzeugend dargestellt und dem Leser sehr nahe gebracht. Die Beschreibung der Veränderungen der eingeschworenen Jugendfreundschaft füllt allerdings auch fast die erste Hälfte des Buches aus. Straffungen wären hier möglich und vielleicht auch sinnvoll gewesen. Erst in der zweiten Hälfte gewinnt der Kriminalroman dann rasant an Fahrt. 25 Jahre nach dem Mord rollt die Polizei mit modernen Methoden den Fall wieder auf und ein Unbekannter beginnt, für die Tat Rache zu nehmen. Für Alex wird es ein Kampf ums Überleben. Insgesamt bietet der Roman also eine Handlung, die im Vergleich zu den sonstigen Massenkrimis ungewöhnlich ist. Der Handlungsablauf ist nachvollziehbar dargestellt und die Autorin vermag überzeugend die Fäden am Schluss zusammenzuführen. Dem Kriminalroman fehlt sicherlich eine reißerische Note, die einen ständig in Atem hält, dafür wird die Spannung aber subtil immer weiter aufgebaut. Für erfahrende Krimileser ist zudem die Täterfrage spätestens zur Hälfte des Buches schon beantwortet. Auch McDermid gelingt es nicht, die Balance zu halten, einerseits den überraschenden Täter solange wie möglich unverdächtig zu halten und andererseits den Leser auf ihn vorzubereiten, damit das Ende nicht willkürlich wirkt. Insgesamt handelt es sich um einen intelligenten, anspruchsvollen Kriminalroman, der aber auch kein Highlight seines Genres ist.
(Dr. Gerald Sander - Leinfelden-Echterdingen, 10/2004)

"Einer für alle, alle für einen," Val McDermid zeigt in diesem Buch was wirkliche Feundschaft ist. 25 Jahre haben vier Studenten versucht die Vorkommnisse einer Winternacht und der folgenden Tage zu verarbeiten und ein normales Leben zu führen. Durch das Aufrollen alter Mordfälle geraten die Vier wieder in die Schußlinie.
(Manuela Niemeier - Drensteinfurt, 09/2004)

Endlich mal wieder ein neuer McDermid auf dem Markt. Er wurde von mir mit großer Spannung erwartet und ich wurde nicht enttäuscht. Im Jahre1978 wird in einer kalten Winternacht Rosie Duff von den 4 Studenten Mondo, Ziggy, Gilly und Wreid ermordet und vergewaltigt aufgefunden. Schnell geraten diese vier unter Mordverdacht, jedoch wird keine Verhaftung vorgenommen. Am Ende des ersten Teiles meint man den Mörder zu kennen. Weiter geht es 25 Jahre später werden die alten ungelösten der Gegend neu untersucht. Auch Rosie´s Fall kommt erneut auf den Tisch. Beweismaterial ist auf einmal verschwunden und plötzlich kommen zwei der damals Verdächtigten ums Leben. Val McDermid versteht es, wie keine andere/r, den Leser immer wieder auf Fährten zu locken, das der Leser sich sicher fühlt, den richtigen Täter im Visier zu haben. Doch immer wieder wird der Leser irre geführt. Der Anfang fliesst noch ein bisschen träge dahin, in der Beschreibung der Charakteren und die Tage nach dem Mord. Doch unweigerlich wird man in den typischen McDermid – Sog gezogen, ( ein Sog der einen erfasst und nicht mehr loslässt) und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und man muß darauf achten nicht seine täglichen Pflichten zu vergessen. Wenn sich zum Ende endlich alles aufklärt, man die Details von der vorherigen Seiten in Erinnerungen holt kann man nur sagen –wow-. Ich warte jetzt schon mit großer Vorfreude auf den nächsten „McDermid“ und hoffe das es nicht allzu lange dauert, bis dieser erscheint. P.S. Schade, das schon Rezensionen von diesem Buch bei Amazon.de vor Erscheinung veröffentlich sind
(Ines Krameyer - Königsbrunn, 09/2004)

Da ich wußte, daß ich eine Rezension abgeben würde, habe ich natürlich dieses Buch kritischer als normal gelesen. Immer wieder bin ich dann an ziemlich langen, verschachtelten Sätzen hängengeblieben. Ich denke, daß es vielleicht an der Übersetzung liegt. Die Übersetzung von Blinker in Winker ist auch nicht unbedingt üblich. So, und nun das Gute zum Schluß: Das letzte Drittel des Buches war wirklicht spannend, sodaß man es dann nicht mehr aus der Hand legt. Interessant war auch was aus den Hauptpersonen nach 25 Jahren geworden ist. Ich werde auf jeden Fall mehr von Val MCDermid lesen.
(Birgit Bock - Steinheim, 09/2004)

Der neue Krimi von Val McDermid:"Echo einer Winternacht" hat mir zwei schlaflose Nächte beschert. Ein junges Mädchen wird in einer Winternacht ermordet. Vier Studenten finden die Sterbende durch Zufall und geraten sofort unter Verdacht. Dieser Mord hat das Leben der vier Freunde völlig verändert und nie wieder losgelassen. Als der Fall nach 25 Jahren wieder aufgerollt wird, werden die vier Männer mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Dies ist ein Buch, daß ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. Val McDermid gelingt es immer wieder neue Überraschungsmomente zu erfinden. Voller Erwartung habe ich auch den 2. Teil, der im Jahr 2003 spielt, erwartet. Leider ahnte ich nach der Hälfte der Lektüre, wer der Mörder war. Trotzdem war ich weiterhin fasziniert. Spannend vom Anfang bis zum Schluß !
(Sabine Pleßner - Berlin, 09/2004)

Das ist nicht einfach nur ein Krimi... Ein Buch über Freundschaft, aber auch über Diskriminierung und andere menschliche Verhaltensweisen. Der Klappentext sagt die Überraschung am Ende ja schon vorraus, aber das das gar nicht das überraschende Ende ist, da kommt man wirklich erst ganz zum Schluß hinter. Von der ersten bis zur letzten Minute absolut spannend. Und auch ein Buch, in das man sich nicht lange reinlesen muß. Ich kannte die Autorin bisher nicht, werde aber jetzt demnächst mit Sicherheit mehr von ihr lesen!  
(Jaqueline Schumacher - Salzhemmendorf, 09/2004)

"Echo der Winternacht" ist das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Die Charaktere der Geschichte sind gut beschrieben. Der Spannungsbogen zieht sich kontinuierlich nach oben, psychologisch wunderbar aufgebaut. Der zweite Teil erschien mir jedoch etwas langatmig. Ein paar Kapitel weniger hätten diesem Buch sicherlich nicht geschadet. Im Vergleich zu "das Lied der Sirenen" vermisse ich mehr Action und "Gänsehautfeeling". Fazit: Ein spannendes Buch, aber sicherlich nicht das Beste von Val McDermid
(Joachim Glaisner - Augsburg, 09/2004)

Zuerst muss ich sagen, dass dies mein erstes Buch von Val McDermid war. Ich hatte schon viel über sie gelesen und war dementsprechend gespannt. Ich wurde keinesfalls enttäuscht. Mir gefiel der Erzählstil des Buches sehr, ich habe mich nie gelangweilt und es war auch für ausreichend Spannung gesorgt. Die einzelnen Hauptpersonen wurden sehr detailliert und aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Man war in der Lage die einzelnen Gedanken und Handlungen nachzuvollziehen. Auch dass die zwei Teile des Buches mit einem Zeitabstand von 25 Jahren dargestellt wurden war sehr geschickt gewählt. Im Grossen und Ganzen war das Buch so aufgebaut, dass man immer am Fortlauf der Geschichte interessiert war und auch nicht zu schnell darauf kam, wer denn jetzt der Mörder ist. Obwohl ich sagen muss, dass ich den Täter doch recht bald geahnt habe. Aber das hat mein Lesevergnügen nicht beeinträchtigt. Val McDermid hat es auch immer wieder geschafft, für Überraschungen zu sorgen. So hätte ich nie gedacht, dass Ziggy ein Opfer werden würde! Ich kann auf jeden Fall sagen, dass dies nicht mein letztes Buch von Val McDermid gewesen ist! Ihnen nochmals vielen herzlichen Dank, dass ich die Möglichkeit hatte, hier als Testleserin zu fungieren. Viele Grüße Karin Schmid  
(Karin Schmid - Rudersberg, 09/2004)

Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen. Es war spannend geschrieben, auch wenn es im ersten Teil doch einige Längen gab. Die Verdächtigungen hätten meiner Meinung nach doch etwas kürzer gehalten werden können. Das tat dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. "Echo einer Winternacht" ist schön flüssig geschrieben. Die Personen gut charakterisiert. Ich brauchte nicht einmal nachzuschlagen wer denn nun wer war. Ich hatte bis kurz vor Schluß nicht einmal einen leisen Verdacht wer denn nun der Mörder von Rosie Duff sein könnte. Der Leser wird also das ganze Buch über völlig im dunkeln gelassen. Dadurch liest, nein verschlingt man das Buch förmlich. "Echo einer Winternacht" ist nicht wie "Das Lied der Sirenen" oder "Schlußblende" ein Buch das viel Brutalität beinhaltet sondern ehr ein Krimi mit Tiefgang. Man kann sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. In die ganzen Strapazen die sie als "Verdächtigezeugen" durchmachen. Als am Ende der Sohn von Rosie Duff Alex Gilbeys Baby entführt möchte man beinahe schreien, daß die Polizei doch schon vorher etwas hätte unternehmen sollen. Alles in Allem ist "Echo einer Winternacht" ein sehr spannendes, interessantes Buch das man kaum mehr aus der Hand legen mag.
(Katja Müller - Wolfsburg, 09/2004)

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