M: Modus Operandi: Wer den Täter überführen will, muss die Vorgehensweise des Täters und seine Motivation verstehen. Wie oft hat der Täter wann und warum auf welche Weise getötet?
N: Nicht Notwendiges: Alles, was für die Ausführung der Tat nicht unmittelbar notwendig war, ist besonders interessant!
O: Organisiert oder Unorganisiert. Das ist hier die Frage! Organisierte Täter besitzen meist eine höhere Bildung, leben in einer festen Partnerschaft, sind sozial angepasst und unauffällig. Unorganisierte Täter sind dagegen merkwürdige Eigenbrötler und leben in der Regel gesellschaftlich isoliert.
P: Profiling: Berühmt wurde die kriminalpsychologische Wissenschaft durch den Film „Das Schweigen der Lämmer“ mit Jodie Foster und Anthony Hopkins. Seit gut 30 Jahren machen in den USA speziell ausgebildete Psychologen Jagd auf Serienmörder. Doch auch in Deutschland bedient man sich seit ca. 5 Jahren dieser Methode.
Q: Quo vadis – Hier stellt sich nicht die Frage „Wohin gehst Du“, sondern vielmehr „Woher kommst Du“. Untersuchungen haben ergeben, dass viele Serienmörder aus zerrütteten Familien stammen und in ihrer Kindheit meist selbst Opfer waren. Sie entwickeln Fantasien, in denen sie mächtig sind und andere schlagen oder töten. In „Ein kalter Strom“ von Val McDermid trifft Profiler Tony Hill auf einen Psychopathen, der als Kind von seinem Großvater schwer misshandelt und gedemütigt wurde. Aus Rache quält er seine Opfer und ertränkt sie anschließend. Mit Vorliebe bestraft er Psychologen dafür, dass sie in anderer Leute Seele herumpfuschen. Auch Profiler Tony Hill gerät ins Visier des Serienkillers ...
R: Rituale: Serienmörder sind kalt, gemütsarm und abgestumpft. Sie sind durchdrungen von latenter Tötungsbereitschaft. Morde geben ihnen das Gefühl, zu leben. Um ihrer gestörten Psyche regelmäßig Befriedung zu verschaffen, entwickeln sie bestimmte Rituale.
S: Serienmörder: Was unterscheidet einen Serienmörder von gewöhnlichen Gewaltverbrechern? Ein Serienmörder hat mindestens drei Mal getötet und begeht seine Taten bewusst, d.h. er hat die Motivation zu töten und wählt im Unterschied zum Massenmörder seine Opfer gezielt aus. Der Prototyp eines amerikanischen Serienmörder ist weiß, männlich, hat einen IQ über 125 und fiel bereits als Kind oder Jugendlicher auf. Für Deutschland gelten andere Kriterien. Hier ist der durchschnittliche Serienkiller ledig, kinderlos und verfügt über ein geringes Bildungsniveau. Er ist labil, egozentrisch und ein sozialer Außenseiter.
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